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DLR und UNH stellen neue Forschungsprojekte im Bereich des Fluglärmschutzes vor


DLR und UNH informierten über die Fortsetzung von zwei Forschungsprojekten, mit denen lärmarme An- und Abflugverfahren weiterentwickelt werden sollen (vgl. Pressemitteilungen des DLR und UNH vom 24.11.2015 unten).

1. Pilotenunterstützungssystem

Das vom DLR entwickelte energiebasierte Pilotenunterstützungssystem dient dem präzisen Einhalten vertikaler Anflugprofile. Gegenwärtig werden Stardardanflüge oftmals lauter als technisch notwendig durchgeführt, da das für den Anflug optimale Geschwindigkeitsprofil nicht eingehalten wird und hierdurch unnötig Schub gesetzt und die Klappen oder das Fahrwerk zu früh ausgefahren werden. Mit dem Assistenzsystem soll es Piloten ermöglicht werden, den Anflug möglichst konstant, also ohne unnötiges oder zu frühes Klappen- und Schubsetzen, durchzuführen. Ziel des Assistenzsystems ist es, die Triebwerke im Leerlauf zu halten. Das System berechnet genau, welche Handlungen der Piloten wann notwendig sind, um so lärmarm (und kerosinsparend) wie möglich anzufliegen. Das System wurde bereits im Flugsimulator und auf einzelnen Forschungsflügen (ohne umgebenden Flugverkehr) erfolgreich angewendet und soll vom 26.-28. September 2016 am Flughafen Frankfurt mit dem DLR-Forschungsflugzeug A 320 Atra unter Realbedingungen während des Hochbetriebs getestet werden (vgl. Pressemitteilung des DLR vom 14.9.2016 unten).

2. Unabhängige Durchführung gerader und gekurvter Parallelanflüge


Je nach Lage der Siedlungsgebiete ist es zur Vermeidung unnötigen Fluglärms häufig sinnvoll, erst möglichst spät auf den Endanflug einzudrehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde am Flughafen Frankfurt bereits im Februar 2011 der sog. Segmented Approach eingeführt. Mithilfe dieses gekurvten Flugverfahren sollen große Siedlungsgebiete (Offenbach und Mainz) beim Anflug auf die Südbahn südlich umflogen und erst nach diesen Großstädten auf den Endanflug eingedreht werden. Das Verfahren ist bislang jedoch nur in wenigen Fällen, nämlich bei Ausnahme-Landungen zwischen 23-24 Uhr anwendbar, weil es nur im abhängigen Flugbetrieb, also einer Nutzung der beiden Landebahnen jeweils nacheinander im Reißverschlusssystem, genutzt werden kann. Durch die größeren Staffelungsabstände des abhängigen Flugbetriebs, wird dieser nur in verkehrsschwachen Zeiten durchgeführt.

Mit dem gemeinsamen Forschungsprojekt soll versucht werden, gekurvte (segmentierte) Anflüge auch auf die Zeiten mit mehr Flugverkehr, in denen die Landebahnen unabhängig voneinander genutzt werden (unabhängiger Parallelbahnbetrieb), auszudehnen. Das DLR hat hierzu bereits ein Sicherheitskonzept entwickelt, alle weiteren anstehenden Schritte für die Entwicklung und Einführung dieses Verfahrens sind in den nachfolgenden PM von DLR und UNH beschrieben.


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